ISCHIA-SCHLAMM
”Der ”Ischia-Schlamm” entstand durch die geologische Entwicklung der Insel, wo im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche hydrovulkanische Eruptionen und Erdbeben die Bodenbeschaffenheit veränderten. Die heißen Wässer und Schlämme sind allesamt “thermisch” oder “hyperthermal”, d. h. sie sind gleichzeitig heiß oder sehr heiß und sehr mineralstoffreich. Trotz ihrer Vielfalt weisen alle Schlämme die gleichen Standardmerkmale auf: Natrium, Chlor, Kalium, Kalzium und Schwefel in Form von Sulfaten und Sulfiden. Aufgrund der Vielfalt der enthaltenen chemischen Substanzen werden unterschiedliche Wässer und Schlämme für verschiedene Behandlungen empfohlen. Das italienische Gesundheitsministerium veröffentlicht ein Dokument mit aktuellen Informationen darüber, welche Wässer und Schlämme für therapeutische Behandlungen geeignet sind und welche Krankheiten damit behandelt werden können. Laut diesem Dokument können unter anderem folgende Krankheiten behandelt werden: rheumatische Erkrankungen wie Arthrose; Atemwegserkrankungen; dermatologische Erkrankungen wie Psoriasis, atopische Dermatitis, Ekzeme (außer exsudative Blasenekzeme) und chronische Seborrhö. gynäkologische Erkrankungen wie die Sklerose des Beckengewebes; Erkrankungen des Verdauungstraktes wie die gastrointestinale oder biliäre Dyspepsie und Darmerkrankungen, die mit Verstopfung einhergehen.